Bilderstapel

Aufruf zur Bilderabholung!

Aufruf an alle Bild-Eltern, MalerInnen & Werkeschöpfer:
Holt bitte eure Bilder-kinder ab, das Atelier platzt aus seinen Nähten!

Da ich mein altes Bilderlager in der Kunstfabrik am Flutgraben letzte Woche aufgelöst habe, stand ich selbst vor der Frage "wohin?" mit meinen alten Bildern? Und ich gestehe, zuerst hatte ich vor, mit einem Messer anzurücken und sie ratzebutz von den Keilrahmen zu schneiden, um sie dann teilweise zu entsorgen, teilweise aufzurollen und so praktisch mit dem PkW ins Charlottenburger Atelier zu bringen. Als ich dann meiner 13 jährigen Kunstfabrik am Flutgrabengeschichte gegenüberstand und lang vergessene Bilder wiedersah, wurde mir sofort klar, dass mein ursprünglicher Gedanke brutal und missachtend wäre, ein absolutes No-Go!

Ich mietete mir am Folgetag eine Robbe und transportierte die riesigen Leinwände - was war doch das Atelier im Flutgraben groß - alle getreulich nach Charlottenburg.
Dort habe ich sie mir nochmal in aller Ruhe angeschaut und es war spannend in meiner eigenen Geschichte zu lesen, mich zu wundern, zu staunen, zu gruseln, zu lieben. Es war wie ein nach Hause kommen. Und ganz egal, was mit Ihnen nun weiter geschehen wird, dieser Akt des bewussten Zusichnehmens war sehr wichtig.

Nun ist es im Charlottenburger Atelier noch voller geworden. Anlass, mich mal an all die Rollen und Stapel in den Bilderregalen zu machen, 10 Jahres-Schätze die dort seit langem auf Sichtung und  Abholung warten... Dort traf ich auch auf viele meiner eigenen Malprozessbilder, und einige von ihnen wiederzusehen, beglückte mich sehr. Es war wie ein vergessenes "Ach ja!, Da bist du ja! Wo warst du nur so lange, irgendwo verschütt gegangen in den Tiefen der Stapel..." manch andere fühlten sich an wie, "Ok., das habe ich echt durchgeackert und nun ist auch gut..." 

Darum, ihr lieben MalerInnen und Bilderschöpfer: Holt bitte eure Werke bei mir ab und lasst sie nicht "Elternlos" bei mir verdorren. Es ist so eine Freude, wenn lang vergessene Bilder uns wieder berühren, und andere vielleicht wirklich als abgeschlossen, den Weg alten Papiers gehen dürfen. Mutet es euch zu und schaut auf eure losen Enden, denn zur "Daueradoption" fehlt mir leider der Platz! Es gibt viele Bilder mit Namen, diejenigen werde ich per Mail noch anschreiben, doch all jene Namenlosen wundervollen Blätter würden so gerne erkannt und nach Hause genommen werden. Auch die Riesenrollen, die langsam den hinteren Atelier-Raum füllen rufen nach Ihren Schöpfern: bitte abholen!!

Meldet euch bitte bei mir, dann machen wir Abholtermine aus,

herzlich gedankt, Corinna

 


Neue Adresse:

die Schule der Elefantasie ist wohlbehalten angekommen in den neuen Räumen: Nehringstrasse 29, in 14059 Berlin Charlottenburg

 

die-Schule-der-Elefantsaie-ist-angekommen

 

und es gefällt ihr gut dort!

Ausgepackt, angekommen und schon vielfältig erprobt: in direkter Nachbarschaft des sehr sympatisch anmutenden Kiezes rund um den Klausenerplatz, quasi im "Vorgarten" vom Charlottenburger Schloss ist das kreative Moment nun zu Hause. Viel länger hat's gedauert wie so oft im Leben, bis alles wirklich fertig war, umso schöner ist es jetzt geworden!

 

Es lohnt ein Besuch in diesen wunderschönen, lichten Räumen -
wär'n sie nicht dort, würd' ich voll Sehnsucht davon träumen...

 

Mit vergnügt elefantastischem Gruß aus Charlottenburg, Corinna Wittke

 


 

Bildschirmfoto 2014-08-05 um 22.02.13Ferienzeit ... Lesezeit


es gibt einen druckfrischen Artikel über die Schule der Elefantasie im neuen Seinmagazin vom August 2014

...wenn das "nix zu sagen" auf das "nix dahinter" trifft... ein schöpferischer Weg aus Druck, Angst und Unsicherheit in heitere lebendige Klarheit

 

Die Schule der Elefantasie, ein "hortus conclusus" für nährende Kreativität, Vielfalt und Ressourcenfindung arbeitet an der Lösung kollektiver und individueller "UHU-Klebespuren" mitten in unserem herausfordernden Alltag.

Im August ist ein Artikel zum Thema "Seelendurst" im Seinmagazin Berlin erschienen.
Mehr darüber finden Sie hier »

Die aktuellen Termine fürs Malen aus der Stille finden Sie unter termine»

 

 


 

Intuitives Malen - ein abenteuerlicher und stiller Weg ohne Ziel

Intuitives Malen angelehnt an "Point Zero"

intuitives-malenDer Schlüssel zur intuitiven Schöpfung ist die Freude - ein gutes Werkzeug dabei ist der Pinsel in Kombination mit einer „appetitanregenden“ Farbpalette.

Malen ist das nor-Mal-ste der Welt! So sind wir alle geboren worden: mit dem natürlichen Impuls, die Welt und uns in dieser Welt zu entdecken, und darin, spielerisch und voller Genuss, unsere Spuren zu hinterlassen. Wir alle haben klein angefangen, vielleicht mit einem Stöckchen im Sand oder mit der Kreide in der Hand, einfach so... bevor es ein "richtig" oder "falsch" gab. Alle Kinder auf dieser Welt beginnen in einer bestimmten Entwicklungsphase ganz von alleine zu malen. Diese schöpferische Freiheit haben die meisten von uns irgendwann im Dschungel aus Konditionierungen und Beurteilungen verloren.

...und doch schlummert in uns allen diese Sehnsucht nach Lebendigkeit, nach Freiheit und dem freudig gelebten Ausdruck unseres Wesens.

Die Früchte einer Leistungsgesellschaft mögen zwar bewundernswerte Höhenflüge erreichen, doch trennt sie die Mehrzahl Ihrer Mitglieder vom einfachen Glückspotential, das in jedem kreativen Schaffen verborgen ist. Konsum und Ablenkung dienen als marktwirtschaftlich befürworteter Ersatz. Unser intuitives Spüren schläft während dessen, mehr oder weniger erfolgreich unterdrückt. Doch bisweilen lässt es uns stolpern. Wie ein Schluckauf meldet es sich zu Wort und erinnert uns an das Einfachste und Schönste, was wir mitgebracht haben: uns Selbst, unser individuelles Wesen in seiner unverwechselbaren Einzigartigkeit.

 

Erforsche den Quell deiner lebendigen Kreativität und begebe dich auf malfreudige Entdeckungsreise an den Nullpunkt der Schöpfung:

Farbzauber72-1"Malen aus der Stille" ist ein Weg, das Freudenfeuer der Schöpfung wieder in dir zu entdecken und neu zu entfachen. Diese, an "Point Zero" angelehnte Arbeit ist wie ein ununterbrochener Fluss, der sich aus sich selbst heraus speist und hilft, aus der Erschöpfung immer wieder in die lebendige Schöpfung zu finden. Hier geht es nicht um Kunst und auch nicht um Können, hier geht es nur um dich selbst und die Sprache deiner Seele. Wenn wir unserer inneren Stimme folgen und damit beginnen, das zu malen, was gemalt sein will... nicht was wir denken, dass wir sollten, könnten oder müssten... entsteht eine neue Kraft, die uns hineinträgt in den Strom unendlicher Schöpfung. Dort erwartet uns das wilde, ungzähmte Land der Spontaneität, das scheinbar Unbekannte - und doch bekannte Land der Stille, aus der alles kommt und in die alles mündet. Dort finden wir auf natürliche Weise zu unseren "Fähigkeiten" und auch zu unserem "künstlerischen Ausdruck".
Es ist wie ein behutsames Lauschen mit dem Pinsel, mit den Farben und ein mutiger Sprung in unsere ureigenste Schönheit, vor der wir so oft davon rennen, weil wir denken, wir müssten „etwas anderes“, Besseres sein.
Ein tiefes Eintauchen in diesen Prozess, begrenzt sich nicht auf den Schwung des Pinsels, sondern verändert nachhaltig das eigene Leben.

 

Vergleichen macht blind, Urteilen erschöpft, Zweifeln macht schwach... Malen aus der Stille entzündet frische Lebendigkeit!

"...Hab ich es doch gleich gewusst, alle anderen hier können ja doch malen (singen, schreiben, reden, tanzen...) nur ich nicht! Mein Bild (Gesang, Text, Vortrag, Tanz...) ist total langweilig, ist einfach nichts geworden, irgendwie misslungen. Wenn ich es doch wenigstens so gut wie die anderen könnte... naja, ich hab' es es ja auch schon vorher gewusst, ich habe eben kein künstlerisches Talent..."
"...Und was mache ich hier überhaupt? Grad hat es mir zwar sogar Spaß gemacht, wild mit den Farben zu spielen, aber jetzt, wo ich mit Abstand auf mein Bild schaue, finde ich es entsetzlich, was soll das überhaupt? Damit kann ich gar nichts anfangen. Nein es gefällt mir nicht mehr."
"...Ich weiss nicht, welche Farbe ich nehmen soll - sind ja alle schön -  Was mich anzieht? Ich denke mal darüber nach. Ja ich könnte hier weiter machen, aber dort auch, eigentlich habe ich Hunger, ja ich will lieber mal Pause machen. Das Stehen ist auch so anstrengend."
"...nein nein, das ist ja total peinlich, dass ist ja so ein Klischee, das hat mein Kopf mir jetzt so dazwischen gefunkt, das wäre jetzt halt logisch, so weiterzumachen, aber nee... so banal kann es ja nicht sein"

...

unendlich lässt sich die Zitate-Schlaufe unser inneren "Intuitionsmörder" fortsetzen, jeder hat da seine eigene Sprache, seine eigenen Tricks, wie er sich und seinen intuitiven, kreativen Fluss zum sofortigen Stolpern bringt.  Während ich in den Workshops andere Menschen begleite, bin ich immer wieder erstaunt über die Vielseitigkeit der sich aufbäumenden Wiederstände - auch eine Form von Kreativität! - die unser System da pausenlos hervorbringt. Was würden wir erschaffen, wenn es uns gelänge, diese schöpferische Kraft nicht länger fehlgeleitet gegen uns sondern für uns arbeiten zu lassen!

 

Möchtest du wirklich das Leben eines anderen leben, das Bild eines anderen malen?

Angenommen es käme die gute Fee vorbei, heute mal nicht mit den brühmten drei Wünschen, sondern dem Angebot, das Leben des so bewunderten, beneideten Gegenübers zu leben, von nun an und für immer... da schnipst sie einmal vergnügt mit dem Finger, wippt ihr glänzendes Haar schwungvoll im Takt und schwupp... schaust du aus den Augen deiner Wunschprojektion. Doch nein! Huch, du schaust ja gar nicht mehr. Dich gibt es ja gar nicht mehr. Du bist jetzt das bewunderte Andere. Und schon fängt sie an, erneut an dir zu nagen, diese Sehnsucht nach irgendetwas verlorenem, doch was war das bloß? Es fällt so schwer sich zu erinnern, aber da war doch irgendetwas wichtiges, ganz bestimmt...

Warum wollen wir lieber ein anderes Leben leben, als wir gerade erleben, warum besser ein anderes Bild erschaffen, als das, was wir gerade malen? Und wo in all diesem Kuddelmuddel bleibt da die mit verheißungsvollem Klang befrachtete, sehnsüchtig angestrebte Intuition, die große Retterin verknäulter Lebensumstände und verkorkster Schaffensprozesse?

Die Befragung etlicher Seminarteilnehmer,  wie auch die Selbstbeobachtung, zeigen mir deutlich, dass wir letztendlich nur die Umstände, die wir bei unserem Gegenüber als besser, gelungener, richtiger einschätzen, austauschen wollen, aber natürlich nicht die eigene Person, nicht den eigenen Blickwinkel. Nein, nein, auf letzterem wollen wir beharren dürfen. Das macht uns doch aus, das sind doch wir, oder etwa nicht? Und es dauert eine Weile - manchmal eine Lange-weile, manchmal ein abruptes Erkennen, dass das "schönste" Bild unter diesem Blickwinkel, dessen Zweifelsnährung ja keineswegs abgenommen hat, nicht standhalten kann. Es verwandelt sich direkt vor unserem Auge in genau das, was wir bereits auswendig kennen: die Abhängigkeit vom Lob der anderen, den Vergleich mit den bestehenden Urteilen ästhetisch bzw. gesellschaftlich anerkannter Werte, die sich als einziger Ausweg aus dem eigenen Zweifel anzubieten scheinen und uns dabei gleichzeitig ganz unbemerkt und geräuschlos die Türe zu uns selbst vor der Nase zuschlagen.

 

Türöffner ist der Mut zur Lust, sich ungehemmt sichtbar in dieser Welt auszudrücken, und der Mut zum 1000% ig bejahten eigenen Augenblick, den es wahrzunehmen und zu durchfühlen gilt -

MadUausbrueten-webWas wäre, wenn alles erlaubt wäre? Was würdest du dann malen? Stürzt uns diese Frage in gefährliche Gefühlszonen, oder lässt sie uns vor Aufregung kribbeln? Ja was wäre, wenn im Rahmen des vorhandenen Papiers, getragen vom vorbereiteten Raum und dem urteilsfreien Commitment mit gleichgesinnten Seminarteilnehmern, wirklich alles zu malen erlaubt wäre? Würden wir die Zeit nutzen und springen, oder würden wir uns am bekannten Sicherheitsgeländer festhalten und vorsichtig nach dem dunklen Boden unter uns ausspähen? Das Papier ist die Fläche, die geduldig und neugierig alles annimmt, was wir ihm entlocken, womit wir es beladen, womit wir es beschenken, ohne wenn und aber...
Was schlummert alles in unseren tiefen Schichten, was möchte endlich ausschlüpfen aus dem langgehegten Ei? Erforschen wir die verborgenen Sehnsüchte und lassen sie hervorkommen aus der vermeintlich schützenden Schale, die vielleicht eher ein von Werturteilen, Tabus oder Traumatas geprägtes Hinderniss darstellt. Es darf geschlüpft werden! ... frei von Sinn und Unsinn, vertrauend, dass jeder seine eigene Sprache, sein eigenes Licht, sein eigenes kraftvoll kreatives Potential in sich trägt, das immer wieder durch uns geboren werden möchte, von uns in die Welt gebracht, das Form annehmen möchte, so lange wir uns auf dieser Erde aufhalten...

 

Das "Pulsfühlen" -  Fragen und Achtsamkeit unterstützen den Malprozess

Genau um diese sich immer wieder selbst gebärende Freiheit und Vielfalt des Seins, die im Grunde eher ein sich stetig wandelndes Fließen des Formens und Vergehens bedeutet, geht es im kreativen Schöpfungsprozess. Doch bevor die Fragen und Zweifel versiegen, die diesen Fluss einengen, ist es oft nötig und hilfreich, sich zuerst die "richtigen" Fragen zu stellen um sich selber wieder auf die Spur zu kommen. Dann, wenn die Freude des Malens erlahmt, wenn wir beginnen uns mit uns selbst und unserem Bild zu langweilen, wenn sich Sinnlosigkeitsempfinden breit macht und der lebendige Schöpfungspuls zu stottern beginnt, dann ist es höchste Zeit inne zu halten und ganz genau hinzusehen, hineinzuspüren und sich entscheidende Fragen zu stellen.

Diese gezielten Fragen dienen dazu, unseren ach so regen Verstand für uns arbeiten zu lassen und ihn - so paradox das klingen mag - gleichzeitig auszuhebeln aus seinen mäandernden sorgenstreunenden Hirnwindungen. Wir locken ihn an den Ort hinter den Fragen, wo das "Nix dem Alles" zu lächelt... an den Nullpunkt, mitten in die Stille.

 

tiefergehende Entwicklungsprozesse und Einzelarbeit

Was will endlich in die Welt hinaus und sich "einfach so" ungehindert entfalten? Und was, wenn dieses so gut verschlossene "Etwas" unser Leben völlig durcheinanderbrächte, wenn es so riesig wäre, dass es uns überrollte? An dieser Stelle ist es sehr wichtig, sich immer wieder zu vergegenwärtigen, dass wir jetzt und hier vor unserem weissen Papier die Schöpfer sind. Dass wir die Macht haben zu entscheiden, wieviel Platz wir der Finsterniss oder dem Chaos in unserem Bild einräumen wollen, um sie zu betrachten, zu bearbeiten oder einzufügen und wieviel Mut wir haben, uns zu erlauben, diese andere Kraft in uns zu spüren, die uns aus der vermeintlichen Ohnmacht in die eigene machtvolle Präsenz stellt. Antworten gibt uns das spontane Eintauchen in genau diese eine Farbe, die uns gerade ins Auge fällt, mit dem einen kleinen Pinselstrich, der sich plötzlich "anders" anfühlt. Antwort gibt uns der Kontakt mit unserem besten Wegweiser, dem Körper, dem Puls unserer Lebendigkeit. Antworten zeigen sich direkt auf dem Papier und zwar so unfassbar klar, dass wir sie uns nicht hätten besser ausdenken können. Gleichzeitig spiegeln sich diese Antworten in unserem Körper wieder, wo Schmerzen, die möglicherweise beim Malprozess, (oder sogar schon am Abend zu vor!) auftauchten mit einem Mal verschwinden, wo der Druck in Solarplexus oder der Kehle sich löst und einem neuen Raumempfinden Platz macht, wo Verzweiflung und Erschütterung sich in sich selbst besänftigt, ohne wieder verdrängt werden zu müssen.

Für die "guten Ausschlüpf-bedingungen" ist im Atelier Wittke gesorgt, so dass dem neugierigen Innerwelt-Entdecken und Über-sich-hinaus-wachsen nichts mehr im Wege steht ausser diesen scheinbar unlösbaren Blokaden, die wir vertrauensvoll nutzen können, um das "dahinter" verborgene zu erkennen. Manchmal ist es zudem hilfreich, sich eine über die Gruppenarbeit hinausgehende Einzelarbeit zu gönnen. Manchmal erscheint einem das eigene Problemfeld zu schwer, um sich zu trauen, es in einer Gruppe zu lüften. Manchmal ist es wohltuend, für solch tiefgreifende Entwicklungsprozesse einen noch geschützteren, intimeren Raum zu wählen.

In der Einzelarbeit wird der Malende in einer eineinhalb-zwei Stündigen Malsequenz mit ungeteilter Aufmerksamkeit in seinem Prozess begleitet. Durch diese intensive Begleitung ist es einfacher, sofort den eigenen Fluchtpunkt zu enttarnen und sich Selbst auf ganz neue Weise zu erfahren. Der immer wieder in den Fokus gerückte Aspekt der bewussten Körperwahrnehmung als Spiegel unserer Problemfelder wird verbunden mit dem möglichen Schritt forschend, provozierend oder besänftigend und wohltuend auf dem Papier aktiv zu werden. Der Pinsel wird zu unserem "Stethoskop" mit dem wir ehrlich und ruhig unseren inneren Bewegungen, Wünschen und Bedürfnissen lauschen, ihnen nach gehen, und in unserem Bild erfüllen, was wir jetzt in diesem Moment brauchen. Diese intensive Selbsterfahrung beim Malen hilft uns, anstatt kognitive Lösungen anzustreben, direkt über die Kreativität, über das eigene Schöpfersein im Bild, wieder in die Lebensfreude zu kommen. Manchmal ist es gut, die "Themen" nochmal anzusprechen, doch manchmal ist es wesentlich hilfreicher einen Schritt über die alten Geschichten hinauszuwagen... Das Bild zeugt nachhaltig von unserem Mut, uns im Moment erfahren zu können und inmitten des eigenen Problemfeldes, achtsam und liebevoll spürend, wieder die Verantwortung für unser Glück und Wohlsein zu übernehmen.

 

Wie wär's? Treffen wir eine malerische Verabredung mit uns selbst und der unendlichen Schöpferseele, die nur darauf wartet, in uns und durch uns ausgebrütet zu werden und frohgemut in die Farbe, ins Leben zu springen!

Es darf grenzenlos, schamlos, erwartungslos, abenteuerlich, liebevoll, freudvoll, neugierig und mutig entdeckt werden, was der Pinsel aus unserem Inneren aufs Papier befördert...

Und ja! Es darf auch einfach so gemalt werden, ohne Drama, ohne Fragen, ohne Aufgabe, sondern mit Genuss und Leidenschaft! Intuition ist immer da, wo Erwartungen und Planungen in den Hintergrund treten, wo wir loslassen, geschehen lassen und gleichzeitig die volle Verantwortung für unser Glück wohl bewusst in der Hand und im Pinsel halten!

Ich freue mich darauf, mich auch im Jahr 2015 mit allen Malbegeisterten und Wachstumsfreudigen wieder auf die Entdeckungsreise Kreativität zu machen! Bon voyage... doch wohin eigentlich?...

eure Corinna Wittke

Malreise2013